Volkskrankheit Verspannungen – Ursachen, Symptome und Behandlung

Verspannungen entstehen durch Fehlhaltungen, die zur Unterversorgung und Verhärtung der Muskeln führen. In der Folge treten Nackenschmerzen und Rückenschmerzen auf. Wer schon mit „steifem Hals“ und „Hexenschuss“ zu tun hatte, weiß, wovon die Rede ist. Häufig sind diese auch auf Überbelastung und Stress zurückzuführen.

Hier erfahren Sie, wie Sie aus dem Teufelskreis von Verspannungen, Schmerz und Schonhaltung heraus kommen können.

Ursachen von Verspannungen in Nacken und Rücken

Volkskrankheit Verspannungen - Ursachen, Symptome und BehandlungDie Hauptursachen von Verspannungen sind sicherlich in der „sitzenden Lebensweise“ zu suchen, die Bewegungsarmut, schlechte Körperhaltung und einseitige Belastungen des Bewegungsapparates mit sich bringt. Ob am Schreibtisch, hinter dem Lenkrad oder vor dem Bildschirm des Computers oder Fernsehers – langes Sitzen ist im menschlichen Bauplan so nicht vorgesehen.

Auch die berufliche Belastung bringt die Muskeln dazu, sich weniger als nötig zu entspannen. Wenn Sie den Bürostress dann noch mit in den Feierabend nehmen, gibt es für Ihre Muskeln keine Gelegenheit, sich richtig zu lösen. Im Gegenteil: Sie reagieren mit Verspannungen bis hin zur Verhärtung. Sowohl Nackenschmerzen, Schulterschmerzen als auch Rückenschmerzen sind die Signale, endlich mit den ungünstigen Haltungen und Belastungen aufzuhören.

Doch stattdessen nehmen die Betroffenen Schmerzmittel, um den Reiz auszuschalten und weiter in der ungesunden Lebensweise zu verharren. Jetzt wäre es an der Zeit zu überlegen, wie die Muskelverspannungen gelöst und die Nackenschmerzen bzw. Rückenschmerzen gelindert werden können.

Was bei Verspannungen in den Muskeln vor sich geht

Volkskrankheit Verspannungen - Ursachen, Symptome und BehandlungWoher kommen das Ziehen und die dumpfen Schmerzen in Nacken und Rücken? Warum können Sie Kopf und Hals nicht wie sonst bewegen und fühlen sich eingeschränkt? Verspannungen stellen eine Situation dar, in der die Grundspannung der Muskeln erhöht ist, weil sie ständig angespannt sind. Dadurch werden die einzelnen Muskelfasern nicht mehr so gut durchblutet. Das schränkt die Versorgung der Muskeln mit ausreichend Sauerstoff ein.

Dadurch treten Veränderungen an den Muskeln auf, die die Nervenwurzeln reizen und kleine Entzündungsherde verursachen. Es werden Substanzen in den Muskeln frei gesetzt, die Schmerzen auslösen. Der Stoffwechsel ist gestört, weil der Abtransport von Abbauprodukten aus dem Stoffwechsel beeinträchtigt ist. Auf diese Prozesse reagieren die Muskeln, indem sie sich verkürzen, hart werden und schmerzen.

Diese Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich und Rücken beeinträchtigen Ihren Alltag und die Arbeitssituation durch unangenehme Schmerzen und eingeschränkte Bewegungsfreiheit, die einerseits bis zum Kopf und andererseits bis zu den Lenden und Beinen ausstrahlen können.

Weitere Begleiterscheinungen von Verspannungen können Übelkeit und Erbrechen sein.

Was Sie bei Verspannungen tun können

Das Wichtigste ist, die Blockaden im Körper zu lösen und zu beseitigen. Dazu können die richtigen fließenden Berührungen bei einer Massage entscheidend beitragen. Die massierenden Hände fassen sanft und doch kraftvoll zu, um Lockerheit und Dehnbarkeit des Gewebes zurückzubringen. Die Muskeln müssen nun wieder aufgebaut werden, durch richtige Ernährung und durch entsprechende Übungen, wie z. B. beim Yoga.

Damit die Balance zwischen Spannung und Entspannung nicht wieder verloren geht, helfen autogenes Training, Yoga oder die progressive Muskelrelaxation nach Jacobson. Für die Lebensweise ist das oberste Gebot mehr Bewegung (am besten in frischer Luft), gesunde Ernährung und Stressreduzierung. Wenn Sie so wieder ins Gleichgewicht kommen, werden Sie keine Schmerzen von Verspannungen mehr haben.

Im Gegenteil: Ihre geistige und körperliche Belastbarkeit steigen wieder, die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit ist wieder hergestellt und Sie haben Ihr allgemeines Wohlbefinden wieder zurück gewonnen.